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Geschichte, Entstehung, Absicht, die ersten Lieder


 

Die Gruppe „doTTer and zimT“ besteht aus Dorrit Maria Hanke und Wolfgang Wallner-F.

Dorrit Maria Hanke ist doTTer.
Geboren in Kopenhagen, lebte in Deutschland, derzeit in Österreich. Ausgebildete Pianistin, bevorzugt Bach. Zur Komposition populärer Musik gedrängt durch:

Wolfgang Wallner-F. ist zimT.

Geboren in Krems an der Donau, in der Jugend Musiker, Komponist, Textdichter und Arrangeur diverser Bands, derzeit hauptsächlich Schriftsteller.

doTTer and zimT war als Projekt dieses Autorenduos geplant, um Lieder herzustellen, die durch Melodie und Text irgendwie anders, irgendwie besonders sind.
Ebenso als Versuch, eine Gruppe mit wechselnder Besetzung zu gründen.
So sind einige Lieder entstanden.

Freunde, zunächst Teréz Illés und Josef Krenmair, beide ausgebildete Sänger, sangen einige der Songs. Bei einem Lied stellte Gertrud Dozler ihren wunderbaren Alt zur Verfügung.
Andere Lieder sangen Dorrit Maria Hanke und Wolfgang Wallner-F. selbst zu Demozwecken ein.

Aus diesen Liedern wurde bald ein Musicalprojekt: POLYPHONIE, für das Dorrit Maria Hanke noch Kompositionen beisteuerte, so zum Beispiel das Lied „Hagebuttenmarmelade“, das
bei einer Matinee im „Wiener Konzerthaus“ mit großem Erfolg uraufgeführt wurde und sich später  längere Zeit auch im Programm der ehemaligen Wiener-Mozart-Sängerknaben (nunmehr Amadeus-Knabenchor) befand.  

Das Musical  ist ab 2011 unter der Obhut des CANTUS-Theaterverlages http://www.cantus-verlag.de/content/e615/e383/e2168/index_ger.html ,
die Lieder aber nahmen auch ein Eigenleben an.
Sie gefielen! Und man wurde darauf aufmerksam!

Zum Beispiel das Lied „Little Men In The Woods“

Zu diesem Lied gibt es eine Geschichte und die nennt sich: Was hat das Murmeltier Punxsutawney-Phil mit dem Lied "Little Men In The Woods" zu tun?

Phil ist ja das bekannte Murmeltier in Punxsutawney / Pennsylvania, das jährlich am 2. Februar mit dem Schatten seiner Nase das Winterende prophezeit. Bekannt aus dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (Groundhog Day) mit Bill Murray.
Ein in der Stadt Punxsutawney angesiedelten überregionaler Radiosender hat die Polka „Little Men In The Woods“ des österreichischen Komponistenduos „doTTer and zimT“ auf seine Playlist gesetzt und spielt es weiterhin „on air“.
Polka ist nicht unbedingt das Hauptanliegen von doTTer and zimT. Umso mehr
erscheint der Erfolg dieses Liedes in den USA bemerkenswert.
Das Abspielen in der Radiostation von Punxsutawney ergab sich dadurch, dass in den USA mit seiner Polkabegeisterung eine dort einheimische Gruppe gesucht wurde, die diesen Song spielen will. Der Radiosender hat dies erfahren und bringt nun das Lied. Übrigens ist es nur ein unbestätigtes Gerücht, dass die Einwohner Punxsutawneys ab sofort täglich mit „Little Men In The Woods“ im Radiowecker geweckt werden, statt mit Cher, wie das Bill Murray im Film „Und
täglich grüßt das Murmeltier“ passiert. Toll wäre das schon. Und wer weiß, was in einem „Viele-Welten-Universum“ (nach den gängigen Interpretationen der neuen Physik) alles möglich ist.

Wegen dieses Erfolges gibt es die Lieder der Gruppe zum downloaden und das Lied wurde in den USA tatsächlich öfter herunter geladen.

Alle Texte der Lieder von „doTTer and zimT“ sind übrigens in Englischer Sprache bei den Songs selbst  nachzulesen.

Der Text von
„Little Men In The Woods“ handelt von uns Menschen.
Uns Menschen und kleinen Männern in den Wäldern, die bekanntlich grüne Haare und lichtgelbe Schuhe haben.
Neben deren segensreichen Tätigkeiten tranken diese Burschen ziemlich gerne Wein. Und aus diesem Grund drangen sie irgendwann ins Menschreich, da sie uns und den Wein so lieben.
Aber  die Menschheit freute sich nicht! Sie geriet trotz der guten Taten der kleinen Männchen in Verzweiflung. Und sie blieben da! Der letzte Ausweg daher: Wenn wir sie nicht auch bald lieben und integrieren, bleibt uns nur mehr die Emigration zum Mond.


In einer Beliebtheitswertung von Musikgruppen schaffte es „doTTer and zimT“ aus rätselhaften Gründen trotz alleiniger Präsenz auf ihrer Internetseite eines Tages auf den 2. Platz.
Einige Internetradios spielten daraufhin auch Lieder der Gruppe.

So zum Beispiel „My Song“.
Das Lied mutet wie eine alte irische Ballade an.
Die mystische Handlung schildert das Gespräch einer Frau mit dem sanften Wind, den sie bittet, ihr Lied hinunter zum Fluss zu tragen und damit ihrem Kind die Wange zu streicheln und es zu wiegen.
Und zu Mutter und Vater, die unter dem blühenden Hügel voll Narzissen begraben liegen.
Aber auch zu ihrem geliebten Mann, um dessen Stirn zu erfrischen, nach der schweren Arbeit.  Sie wünscht sich, dass das Lied ihren Mann, ihren Sohn tröstet und ihre Tränen trocknet. Sie selbst kann nicht mehr kommen! Oben, bei der Quelle liegt ihr Körper, aber ihr Herz fliegt zu ihnen und bleibt immer dort!

Einen ganz anderen Inhalt hat der  ziemlich rhythmische Song „John Lovely“, der nebenbei eine außergewöhnliche Lehre bietet.
Na gut, zugegeben, klingt ziemlich märchenhaft. Aber: Märchen, psychologisch betrachtet, geben wichtige Einblicke in unbewusste Abläufe!
Darum geht es im Lied über John Lovely:

John Lovely, ein starker, junger Mann aus den nördlichen Uplands ritt völlig verschwitzt und übermüdet in den Süden, als er den Geheimnissee fand. Unbekleidet erfrischte er sich im Wasser. Doch als er zum Ufer zurück kam, waren seine Kleider verschwunden. Das Einzige, das er sah, war ein liebliches, blondes Mädchen.
Von deren Lieblichkeit bezaubert, küsste er sie. Ein Brautstrauß auf dem See segnete ihre Hochzeitsnacht.
Am Morgen sagte das liebliche, blonde Mädchen aber: „Jeder Mann der mich küsst, wird zu meinem Eigentum für sieben Jahre. Das ist die Regel in allen Märchen!“
Und als die sieben Jahre vorbei waren, weinte das liebliche, blonde Mädchen bittere Tränen. Doch der starke John Lovely nahm sie in die Arme und tröstete sie: „Jedes Mädchen, das meine Lippen küsst, muss für ewig mein Eigentum bleiben!“ Und das war die Bestimmung für John und dem lieblichen, blonden Mädchen!
Ja, so ist es! Und es sollte ja Beider Schaden nicht sein, denken wir.
Aber lassen wir die Zwei weiter ungestört und wenden uns einem anderen Lied zu.

Einen etwas ernsteren und auch wichtigeren Hintergrund hat das Lied „Pray To The Day“, also Gebet an den Tag.
Ein mieser Morgen, Nebel in der Stadt. Am Fenster wartet ein Mann auf den neuen Tag.
Amseln beten zum Tag ein Lied der Erwartung: „Sonne, wärme meinen Körper, die Nacht war lang und kalt! Ich will zu meinem Liebling fliegen, dort hinter den vier Weiden! Zum Himmel aufschwingend, lenken Wolken uns zum Himmelstor. Wir brauchen nur ein wenig Glück und sie lassen uns ein!“ 
Zwei Vögel in himmlischer Freude erreichen das Paradies.
Der Mann will auch zu den Weiden und hofft, seinen Weg zu finden.

Übrigens wurde das musikalische Motiv zum Lied der Komponistin tatsächlich durch das Singen einer Amsel anvertraut.

Ein fast „überirdisches“ Musikerlebnis soll laut einem E-Mail eines weiblichen Fans das Lied „The Cathedral“ bieten.
Es unterscheidet sich von den anderen Liedern der Gruppe „doTTer and zimT“ darin, dass es sich dabei um eine Liveaufnahme in einer Kirche handelt und es nicht zum Musical "Polyphonie" gehört. Mit Orgel, Cello und Querflöte und einem wunderschönen Alt. Merkwürdig auch, dass es zwei (weibliche) Fans gibt, die sich dieses Lied zu ihrer Beerdigung wünschen! Na ja, hoffen wir, dass es nie dazu kommt. Und so schlecht zum Sterben ist es ja wiederum auch nicht.

Da es zum vorherigen Lied einigermaßen passt, nun zum Lied „Someday“.
„Irgendwer findet am Ende der Reise, irgendwo die helle Kathedrale. Irgendwie verinnerlicht man die eigene Göttlichkeit und irgendwann findet man den Baum des Lebens“, beginnt das Lied. Tautropfen fallen, erfrischen die trockenen Erde. Die Sonnenstrahlen beleben das Keimblatt des Lebens wieder. Die Sängerin singt weiter: „Gott gab mir Gefühl, ich gebe ihm Fühlen zurück. Nach all dem erscheint echtes menschliches Leben!“
An der Spitze der Welt, rund um den Baum, wollen wir singen und tanzen. Möglicherweise ist es noch leicht nebelig, aber es ist wahr: Wir finden diesen Platz! Eines Tages (Someday)!

„Agnus Dei“ stellt einige Ansprüche an verschüttete Lateinkenntnisse oder vergessene Kirchenbesuche.
Das „Agnus Dei“ bedeutet übersetzt etwa „Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes,. du nimmst hinweg die Sünde der Welt: gib uns Deinen Frieden!“
Im Lied kommt es aber zu Änderungen in diesem Text und zu einer neuen Sicht.
Das kommt so:
Selbstsüchtiger Wunsch und zufriedene Weisheit, lehrten mich Lieblosigkeit, leiteten mich zum Tod! Ich hatte vergessen, jede Erscheinung ist aus Liebe geschaffen.
Für meine Lieblosigkeit bin ich wahrhaft schuldig, keine Hoffnung auf Begnadigung, keine Vergebung! Ich gebe Dir alle meine Kraft, meine Hände sind leer! Umwandlung meines Selbst.
Es kommt zur ersten Wandlung des lateinischen Textes:
„Lamm Gottes, du nimmst hinweg meine Sünden, erbarme dich meiner, gib mir deinen Frieden“.
Die Sängerin erzählt nun: „ Ich sehe in Gottes Spiegel, Göttlichkeit ist meine eigene Zukunft, verantwortlich (haftbar, zuständig) für Liebe, für mein eigenes Leben. Nun lass es geschehen! Danke, Lamm Gottes, ich brauche Dich nicht mehr!
Die nächste Wandlung bringt diesen Text: „Ich selbst Lamm, ich nehme hinweg meine Sünden, ich erbarme mich meiner, ich gebe mir Frieden“ bis zu „Ich, mein eigenes Lamm, nehme hinweg die Sünden der Welt, gib uns den Frieden!“
Ego agnus mei, qui tollo peccata mundi, misereor nobis.

Ja, was bleibt noch? Zum Beispiel der Song „Four Months“, vier Monate:
In diesem Lied erzählt die Interpretin ihr Leben, in vier Monaten, die wichtig waren:
So etwa der September: Da wurde sie geboren, als die Apfelbäume voll Licht waren,  die Blätter sanft zur Erde glitten und diese berührten. Ihre Mutter lachte und berührte das Kind ebenso sanft. Und mit dem Gefühl deren Liebe konnte kein Schatten das Kind peinigen.
Der Refrain erzählt, dass ein einziger Monat des Lebens eine Lehre fürs Leben geben kann, denn wo Liebe ist gibt es keine Hoffnungslosigkeit (Verzweiflung).
Die zweite Strophe erzählt vom Aufwachsen und einem Oktober, in dem ein sanfter Wind um das Haus blies. Seine Musik war so sanft und kuschelig, der Teddybär war genau so sanft und kuschelig. Und mit dem Fühlen dessen Liebe, konnte kein Schatten peinigen.
Nun sind es schon zwei Monate des Lebens, die eine Lehre für das Leben bieten können. Denn wo Liebe ist, gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
In einem November verliebte sich die Frau, als der Frost in der Sonne glänzte. Seine Sanftheit bedeckte die Wunden der Natur. So sanft war auch ihr Liebling. Mit dem Fühlen seiner Liebe gab es keine Pein.
Drei Monate des Lebens können dir eine Lehre für das Leben bieten. Denn wo Liebe ist gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
Und sie starb, im Dezember.
Schneefall bedeckt mit seinem Weiß ihr Grab, aber er konnte ihren Körper nicht halten. Und sie sah Gott in all seinem Licht: "Und in der Geborgenheit meines Heims konnte mich ein Schatten niemals mehr quälen!“, singt sie.
Das Lied endet so: „Vier Monate eines Lebens sollen die Lehre für ein Leben geben, denn wo Liebe ist, da ist keine Hoffnungslosigkeit!

Vom Lied „He is the One“ füge ich den deutschsprachigen Text ein, wie er ungefähr im Textbuch des Musicals als Duett zwischen einem Protagonisten und „der“ (Frau) Luzifer steht:
„Er ist der, der Einzige, der Dunkelheit beendete,
er ist der, der Einzige, der Unterschiede gründete,
dafür ist er der Betrogene.
Gab uns Erkenntnis,
und damit begann
der Stein zu rollen, rollen.
Gab euch Erkenntnis
und damit begann
der Stein zu rollen, rollen.
Als Schlange versprach er im Paradies,
Erkenntnis führt zur Gottgleichheit.
Dafür wird das Böse er genannt.
Bewusstheit gab Sinne
und dadurch sah ich auch
den Stein rollen, rollen.
Bewusstheit gab Sinne
und dadurch saht ihr auch
den Stein rollen, rollen.
Ganz egal ob gut oder schlecht,
wahllos sind wir, und jetzt erst recht
Gottgleich werden ist die einz´ge Chance.
Sonst seht ihr nicht mehr,
den Weg und die Richtung
des Steins im Rollen, Rollen . . . .“
Starker Tobak? Na ja…. Ist auch erlaubt! Und nicht falsch, oder?

Jetzt bleibt noch das Lied „Forty Days“. Gibt ja viele Lieder mit diesem Titel, eines fällt mir gleich ein, ein Rock mit Cliff Richard. Das ist aber doch ein anderes Lied und hat nur wenig Ähnlichkeit mit diesem „Forty Days“ (Vierzig Tagen). Es besteht aus zwei Teilen, eben dem „Forty Days“ und der „Resolution“, also der Auflösung.
Die Musik ist nach dem Muster einer Bach’schen Passacaglia geschrieben. So ist in allen Strophen eine Melodie präsent, vorerst nur im Bass und fast nur zu spüren. Doch im Laufe des Liedes kommt diese (bekannte) Melodie immer mehr in den Vordergrund, bis zuletzt in der „Resolution“ die Melodie ganz deutlich und beherrschend wird. Tja, da heißt es eben bis zum Schluss ausharren.
Der Text? Hier eine ungefähre Übersetzung:
„Ungewöhnliche Trockenheit, bedrohliche Ruhe, eine bizarre Wüste ist zu spüren.
Das bin ich! Wo ist mein Weg? Wie kann ich tun was zu tun ist?
Versuchung eines flüchtigen Grüns, Illusion der Sinne. Saftiges Grün benötigt eine lebendige Quelle!
Vielleicht ist das Gottes Liebe, oder meine Liebe?
Nun vierzig Tage sind vorbei, ich verlasse meine Wüste jetzt.
Religion verwandelt sich in Liebe, leitet mich.“
Eine tiefe, männliche Stimme spricht: „Vierzig Tage in der Wüste mit sehnsüchtigem Durst kann dir sagen, was du bist und woher du kommst. Liebe kann mich beleben. Aber schau nicht auf die Worte, nur die Liebe sein setzt mich frei, da gibt es keine Regel!“
Weiter interpretiert die Sängerin: „Ich sehe die Welt und fühle meine eigene Liebe als Spiegelbild von Gott. Und siehe: Ein Bild ist Gott von mir.“

 

 

 

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